Zaubern müßte man können!? - 
Diesen Wunsch hat wohl jeder schon einmal gehabt, wenn er ihn auch vielleicht nicht laut ausgesprochen hat, aus Angst, sich lächerlich zu machen.  

Doch versteckt taucht er immer wieder einmal als Vision aus Kinderträumen und Märchenbüchern auf, ein Tischleindeckdich müsste man haben, einen Goldesel, eine Tarnkappe oder einen fliegenden Koffer. 

Viele der uralten Wunschträume der Menschheit hat die moderne Technik inzwischen erfüllt, doch der Wunsch, zaubern zu können, wird ewig ein Wunschtraum bleiben.

 
Und doch gibt es ihn, den Wundermann, den Magier, der das Unmögliche möglich macht, der aus dem Nichts Dinge erscheinen lässt, sie dann verwandelt und wandern lässt, um sie schließlich wieder ins Nichts verschwinden zu lassen, der die Schwerkraft und andere Naturgesetze aufhebt, der Gedanken liest und in die Zukunft schaut, der also so tut, als ob er tatsächlich zaubern könnte! 

Natürlich wissen wir alle, das er mit Tricks arbeitet, das er sein Publikum im Kabarett, im Variete oder am Bildschirm nur unterhalten will, das er uns täuscht! Und doch sitzen wir mitunter verzaubert von den Vorführungen da und staunen. Vielleicht hegtest Du, lieber Leser, auch schon einmal den Wunsch, solch ein Wundermann zu werden.

 

Manche Leute sind der Meinung, das es ein Anachronismus sei, sich in einer durch die Technik entzauberten Welt noch mit Zauberkunst zu beschäftigen. Sie glauben, unser Sein sei ausgefüllt von seelenlosen Maschinen und daneben sei keine Zeit mehr für träumerische Spielerei. Vielleicht schwebt vor ihnen gar die schreckliche Vision einer Welt, in der die Automaten die Herrschaft angetreten haben.

 

Aber schon ein kleines Kartenspiel von 32 Blatt erweist sich als Bollwerk gegen den Vormarsch der elektronischen Roboter. Kein Computer kann errechnen, wie die vierzehnte Karte ?in einem von fremder . Hand gemischten Spiel heißt - der Kartenkünstler weiß es!

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