| Torf ist das Produkt der unvollständigen Zersetzung abgestorbener pflanzlicher Substanz in Mooren unter Luftabschluß. Torf ist Ausgangsprodukt für die Kohlebildung. Abgebaut wird fast ausschließlich Hochmoortorf (Niedermoortorf wird nur als Badetorf verwendet). |
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| Moor ist ein geographischer Begriff wie "See", "Marsch" oder "Gebirge" und ist durch eine mindestens 30 cm dicke Torfauflage definiert. Moore bilden sich hauptsächlich auf stauendem Untergrund bei Wasserüberschuß, durch das Verlanden stehender Gewässer und im Überschwemmungsbereich von Bach- und Flußläufen. Nährstoffreiches Wasser führt zur Bildung eines Niedermoores (verlandende Seen, Überflutungsbereiche), nährstoffarmes Wasser (Regen) führt zur artenarmen Moosvegetation eines Hochmoores. |
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| Entstehung der Moore Moorböden entstehen durch die Zersetzung von pflanzlichen Stoffen bei Luftmangel und Wasserüberschuß . Diesen Vorgang nennt man Vertorfung. Der wirtschaftliche Nutzungswert der Moore ist außerordentlich stark von der Art Ihrer Entstehung abhängig und außerdem von dem Grad der Zersetzung. Nach der Art der Entstehung unterscheiden wir Niederungsmoore und Hochmoore.
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| Niederungsmoore Niederungsmoore (Flachmoore) entstehen an abflußlosen Seen oder Bodensenken mit hohem Grundwasserstand. Am Rande des stehenden Gewässers entwickeln sich Sumpf- und Wasserpflanzen, z.B. Waserhahnenfuß, Schwadengras, Sumpfdotterblume, Schilfrohr, Seggen, Binsen und teilweise auch Bäume, besonders Erlengehölz. Die abgestorbenen Pflanzen versinken im Wasser und vertorfen, da der Luftsauerstoff durch das Wasser ferngehalten wird. Gleichzeitig setzen sich Schlammteilchen und Plankton ab. Neue Pflanzen bilden sich am Uferrand, der immer mehr nach der Mitte des Gewässers vorgeschoben wird, das somit allmählich verlandet. Im Grundwasser ebenso wie im Überschwämmungswasser befinden sich Nährstoffe. Infolgedessen sind Niederungsmoore kalk- und stickstoffreich. Sie enthalten manchmal auch größere Mengen Phosphorsäure, sind jedoch arm an Kali.
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| Hochmoore Hochmoore bilden sich in regenreichem Klima auf undurchlässigem Untergrund. Im Gegensatz zu Niederungsmoore steht das Hochmoor also nicht mit dem Grundwasser in Verbindung. Durch reichliche Niederschläge kommt es zu einem starken Wachstum von anspruchslosen Pflanzen, wie Torfmoosen, Wollgräsern und Heidegewächsen. Durch das ständige Absterben von Pflanzenteilen und deren Vertorfung bildet sich im Laufe der Zeit eine immer stärkere Hochmoorschicht, die sich zur Mitte des Moores hin hochwölbt, da hier die Wachstumsbedingungen für die Torfmoose besonders günstig sind. Man spricht deshalb von "Hoch" moor. Im Regenwasser befinden sich keine wesentlichen Nährstoffmengen; Hochmoore sind daher nährstoffarm. Übergangsmoore Wenn das Niederungsmoor dem Grundwasser entwachsen ist, kann sich obenauf bei ausreichenden Niederschlägen ein Hochmoor bilden. Man bezeichnet dieses Moor dann als ein Übergangsmoor. In Bezug auf den Nährstoffgehalt nimmt es eine Mittelstellung zwischen Hoch- und Niederungsmoor ein.
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